HOLZ: BAUSTOFF DER ZUKUNFT



Die moderne Architektur setzt heute in allen Bereichen wieder verstärkt auf Holz. Dieses einzigartige, natürliche und nachwachsende Baumaterial hat eine sehr lange Tradition, was vor allem auf seine herausragenden Eigenschaften zurückzuführen ist:



Stabilität und Gewicht

Stabilität und Gewicht

Im Verhältnis zu seiner hohen Festigkeit ist Holz extrem leicht und gleichzeitig sehr flexibel. Vor allem bei großen Tragkonstruktionen, bei denen Gewicht eine besonders wichtige Rolle spielt (etwa Bestandsaufstockungen), ist dies ein unschätzbarer Vorteil. Immer mehr moderne, auch sehr große Gebäude werden daher als Holzkonstruktionen ausgeführt.

Isolierung

Isolierung

Die Zellstruktur des Holzes speichert Wärme anstatt sie ungehindert weiterzugeben. Wegen dieser geringen Wärmeleitfähigkeit ist Holz ein besonders guter Dämmstoff. Die Oberflächen fühlen sich warm an, es entsteht kein Strahlungskälte-Effekt. So erreicht Holz schon bei einer viel geringeren Dicke Dämmwerte, die beispielsweise bei aus herkömmlichem Ziegel errichteten Gebäuden nur durch aufwendige Zusatzschichten erzielt werden können.

Feuchtigkeitsregulierung

Feuchtigkeitsregulierung

Die Eigenschaft, Wasser in größeren Mengen speichern zu können, verleiht Holz die Fähigkeit, die Luftfeuchtigkeit der Umgebung besser regulieren zu können. Die Raumluft in einem Holzhaus ist daher ausgeglichener, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt. Auch zu viel Feuchtigkeit kann dabei problemlos ausgeglichen werden, weshalb Holz sich auch für den Einsatz in Bädern oder Saunen sehr gut eignet. Wichtig ist allerdings, dass es fachgerecht verarbeitet wurde.

Brandschutz

Brandschutz

Technisch getrocknetes Holz enthält etwa 12% Wasser (bei einer Tonne sind das ca. 120 Liter), das bei einem Brand zunächst verdampft und die Struktur des Bauteils schützt. Zudem entsteht bei großer Hitze eine Kohleschicht, die wie eine Art Brandschutzmantel die weiter innen liegenden Schichten schützt. Holz hat somit eine definierbare Abbrandgeschwindigkeit, mit deren Hilfe die sogenannte Brandwiderstandsdauer genau berechnet werden kann. Sie gibt an, wie lange eine Konstruktion bei einem Brand die erforderliche Tragfähigkeit behält. Stahl beispielsweise verliert im Gegensatz dazu ab einer bestimmten Temperatur seine Tragfähigkeit schlagartig und ist so deutlich unberechenbarer.

Dauerhaftigkeit

Dauerhaftigkeit

Wurde Holz fachkundig verarbeitet und gegen Feuchtigkeit geschützt, ist es theoretisch unbegrenzt haltbar. Unterschiedliche Holzarten haben jedoch unterschiedliche Eigenschaften und so ist es wichtig, je nach Einsatzzweck das richtige Holz zu wählen. Lärche beispielsweise eignet sich sehr gut für die Verwendung im Außenbereich oder für Hausschwellen, wohingegen unbehandelte Fichte nur für innenliegende Konstruktionen eingesetzt werden kann. Der Beweis für die Dauerhaftigkeit von Holz sind übrigens Stabkirchen in Skandinavien oder alte Fachwerkhäuser, die zum Teil bereits seit mehr als 1.000 Jahren Witterung und Klima widerstehen.

Schutz vor Schädlingen

Schutz vor Schädlingen

Holz besitzt einen natürlichen Schutzschild gegen Schädlinge, der erhalten werden kann, indem man es vor der Verarbeitung technisch optimal trocknet und später vor zu viel dauerhafter Feuchtigkeit schützt – beispielsweise mit richtig konstruierten Hinterlüftungen oder offenen Bauelementen. An besonders sensiblen Stellen kann dieser Schutz durch natürliche Holzschutzmittel wie Wachs oder Leinöl verstärkt werden.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der in Mitteleuropa schon seit Jahrhunderten nach dem Nachhaltigkeitsprinzip angebaut wird. Das bedeutet, dass dem Wald nur soviel entnommen wird, wie auch wieder nachwächst. Aktuell wird in Bayern sogar deutlich weniger Holz verbraucht, als zur Verfügung steht (dem Angebot von etwa 31 Mio. Festmeter/Jahr steht eine Nutzung von ca. 21 Mio. Festmeter gegenüber). Der Rohstoff wird also nicht knapp und beutet die Ressourcen der Natur nicht aus. Auch deshalb ist Holz unserer Meinung nach der Baustoff der Zukunft.